Guest in Focus: Taku AOYAGI – The Road He Walks: A Story of He-Kun

(インタビューの日本語版は以下をご覧ください。)

  (Deutscher Text siehe unten.)


At the 18th Nippon Connection Film Festival, young directors have the opportunity to show their films for the first time outside of Japan. Director Taku AOYAGI lets us know in the interview, that he really is excited about the reactions of the audience at the festival. He presents the international premiere of his documentary THE ROAD HE WALKS: A STORY OF HE-KUN, which was made at the Japan Institute of the Moving Image.


When and how did you first get into filmmaking?

That my father was a cameraman and my uncle had a tv shop were the main reasons I got into filmmaking, and since my childhood I’ve been interested in the world of images and films. Starting in my school days, I made films sort of as an extension of a good past time.

Where did you get the idea for your latest film?

The setting for the film is my hometown. It’s the hometown I was born and raised in and that I love very much, but due to the declining birthrates and aging of the population, less and less young people are living there and year by year the shopping streets become more deserted. Seeing this situation, I wondered if there wasn’t anything that could be done, and from this point on my film began.

I would be happy if in watching this film and this fascinating person called Hii-kun and the hometown that is shown to you by him, you could see your hometown in a new perspective and both images could overlap.

What was the biggest challenge while making your latest film?

The biggest challenge was the fireworks scene. That day we were using three cameras and we filmed the fireworks from directly under them, from the side climbing the mountain, and a bit further away from the shopping street. Fireworks are a symbolic thing in our hometown. I want my audience to be able to really experience the way our hometown is right now in a three dimensional way!

What is the difference of addressing a certain topic in a documentary style rather than in a live action film?

You make preparations, shoot the movie, edit it, and this way you give it form. I think that in this point, there is no difference between the two. It’s just that I think that maybe, in a documentary, there are plenty of new discoveries to be made on set, even more than in a live action film.

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What do you think is a characteristic quality of current japanese cinema?

From a standpoint of visitor numbers, anime movies are predominant. I think that what all movies have in common is that they are all movies from after the Great East Japan Earthquake of March 11th 2011. At least when I see a Japanese movie from recent years, I end up watching it based on the fact that it was made after the earthquake.

Do you think there is a difference between the Japanese and western audience?

I don’t know, because I’ve never seen a western audience before, but being able to see their reactions this time is something I’m really looking forward to and very grateful for.

Do you have an all-time favorite film, and if yes, is there a particular reason why it’s your favorite?

My favorite film is Midnight Cowboy. I love this movie, because it has an open heart and affirms hope as well as despair.

Who is the filmmaker that influenced you the most?

That would be Makoto SATO and Jean-Luc Godard.

What are you working on now? What will be your next film?

I’m interested in the strong community that is formed by seniors in the countryside, which appears in the movie as well. I want to try to make a movie about a community in this day and age, where we’re always on social networks and the connections between people are thin.

Have you ever been to Germany before, and if so, what was your favorite/strangest/funniest experience?

No, this is my first time going overseas!


The Road He Walks: A Story of He-Kun by Taku AOYAGI, Blu-ray, 47 Min., OmeU

As a part of : Japan Institute of the Moving Image: Short Docs.

Saturday, June 2, 12:30,  Naxoshalle Kino. Buy Tickets here.


deutsch

Auf dem 18. Nippon Connection Filmfestival haben Nachwuchsregisseure die Gelegenheit ihre Filme erstmals außerhalb Japans zu präsentieren. Regisseur Taku AOYAGI verrät im Interview, auch er sei schon gespannt auf die Reaktionen des Publikums auf dem Festival. Er präsentiert die internationale Premiere seines Dokumentarfilms THE ROAD HE WALKS: A STORY OF HE-KUN, der am Japan Institute of the Moving Image entstanden ist. Als einzige Hochschule Japans, die sich ausschließlich dem Kinofilm widmet, bildet sie in sechs verschiedenen Studienschwerpunkten Filmschaffende aus.


Wann und wie kamen Sie dazu Filme zu machen?

Dass mein Vater ein Kameramann war und mein Onkel ein Fernsehgeschäft hatte, waren die Hauptgründe, warum ich zum Filmemachen gekommen bin. Außerdem bin ich seit meiner Kindheit an der Welt aus Bildern und Filmen interessiert. Während meiner Schuljahre habe ich damit begonnen, als Zeitvertreib Filme zu machen.

Wie ist dir die Idee zu deinem letzten Film gekommen?

Der Schauplatz für meinen Film ist meine Heimatstadt. Es ist die Heimatstadt, in der ich geboren und aufgewachsen bin, und die ich sehr liebe. Doch wegen der sinkenden Geburtszahlen und der älter werdenden Bevölkerung leben immer weniger Menschen hier und jedes Jahr wirken die Einkaufsstraßen verlassener. Während ich diese Situation betrachtete, fragte ich mich, ob nicht etwas dagegen getan werden könne, und von diesem Punkt aus begann mein Film.

Ich wäre sehr glücklich, wenn beim Ansehen dieses Films und dieser faszinierenden Person namens Hii-kun und der Heimatstadt, die durch ihn gezeigt wird, die eigene Heimatstadt des Zuschauers in einer neuen Perspektive erscheint und sich beide Bilder überschneiden.

Was war die größte Herausforderung beim Dreh des Filmes?

Die größte Herausforderung war die Szene mit dem Feuerwerk. An diesem Tag haben wir drei Kameras benutzt und filmten das Feuerwerk einmal von direkt darunter, von einem Berg aus von der Seite und von etwas entfernter gelegenen Einkaufsstraße. In meiner Heimatstadt ist ein Feuerwerk ein symbolhaftes Ereignis. Ich möchte, dass meine Zuschauer in der Lage sind meine Heimatstadt in dreidimensionalen Weise so zu betrachten, wie sie jetzt im Moment ist.

Worin liegt der Unterschied ein bestimmtes Thema in einem Dokumentarfilm oder in einem Spielfilm zu behandeln?

Du triffst Vorbereitungen, drehst den Film ab, schneidest ihn und gibst ihm auf diesem Weg Gestalt. Ich denke bis zu diesem Punkt gibt es keine Unterschiede. Ich denke nur, dass mit einem Dokumentarfilm vielleicht viele neue Entdeckungen am Set gemacht werden können, sogar noch mehr als bei einem Spielfilm.

Was ist eine charakteristische Eigenschaft des japanischen Kinos?

Betrachtet man die reinen Besucherzahlen, dominieren Animes. Ich denke, was alle Filme heutzutage gemeinsam haben ist, dass sie Filme nach dem großen ostjapanischen Erdbeben des 11. März 2011 sind. Wenn ich zumindest einen japanischen Film aus den letzten Jahren sehe, sehe ich ihn immer aus dem Blickwinkel, dass er nach dem Erdbeben gemacht wurde.

Gibt es einen Unterschied zwischen dem japanischen und dem westlichen Publikum?

Ich weiß es nicht, weil ich zuvor noch nie ein westliches Publikum gesehen habe, aber ihre Reaktionen erstmals selbst zu sehen ist etwas, worauf ich schon sehr gespannt und wofür ich auch sehr dankbar bin.

Haben Sie einen absoluten Lieblingsfilm, und falls ja, gibt es einen besonderen Grund, warum er Ihr Favorit ist?

Mein Lieblingsfilm ist Midnight Cowboy. Ich liebe diesen Film, weil er ein offenes Herz hat und Hoffnung wie Verzweiflung bekräftigt.

Welcher Regisseur hat Sie am meisten beeinflusst?

Das wären Makoto SATO und Jean-Luc Godard.

Woran arbeiten Sie aktuell? Können Sie uns etwas zu Ihrem nächsten Film erzählen?

Ich bin an der starken Gemeinschaft interessiert, die von den Senioren auf dem Land geformt wird und auch in dem Film auftaucht. Ich möchte versuchen einen Film über eine Gemeinschaft in diesem Zeitalter zu machen, in dem wir immer auf sozialen Netzwerken unterwegs sind und die Verbindungen zwischen den Menschen dünn sind.

Waren Sie schon einmal zuvor in Deutschland und falls ja, was war ihr schönstes/merkwürdigstes/lustigstes Erlebnis?

Nein, das ist mein erstes Mal, dass ich ins Ausland gehe!


The Road He Walks: A Story of He-Kun von Taku AOYAGI, Blu-ray, 47 Min., OmeU

Als Teil von : Japan Institute of the Moving Image: Short Docs.

Samstag, 2. Juni, 12:30 Uhr,  Naxoshalle Kino. Tickets kaufen.


1、ドイツに来られたことはありますか? もしそうなら、その時の一番印象的、奇妙、または面白い経験は何でしたか?

ありません。海外に来ること自体が初めてです!

2、映画作りを始めたのはいつ頃ですか? どのようなきっかけでしたか?

父がビデオカメラマンをしていたことと、叔父がテレビ店を営んでいたことがきっかけで、幼いころから映像・映画の世界に興味を抱いていました。学生時代から遊びの延長として映画作りしていました。

3、この作品のアイディアはどこで得たものですか。また、その映画の中で、監督が表現しようとしているのは、どのようなストーリ ーですか?

本作の舞台は、僕自身の故郷でもあります。生まれ育った大好きな故郷ですが、少子高齢化によって若者が少なくなり、年々商店街は寂しくなっていく状況をみて、何かできないかなと考えはじめたところから本作が始まりました。

「ひいくん」と呼ばれる一人の魅力的な人物はもちろん、彼に案内されて新たな視点で見る故郷を、映画を見る人それぞれの故郷と重ねて観ていだけたら嬉しいです。

4、撮影中での一番大きいチャレンジは何でしたか?

花火大会のシーンです。その日はカメラを三台用意し、打ち上げ花火を真下から、山に登って横から、少し離れて商店街からの三地点から撮影しました。「花火」は我が故郷において象徴的存在でもあります。現在の故郷の姿を立体的に感じてください!

5、フィクション映画とドキュメンタリー映画のスタイルにはどのような違いがありますか?

準備をして、撮影し、編集して形にする。という点では違いは無いように思っています。ただ、ドキュメンタリーにおいてはフィクション映画よりも、撮影現場での「新たな発見」が多いのかなと思っています。

6、現在日本映画の特徴は何だと思われますか?

お客さんゃの動員数でいうとアニメ映画が圧倒的です。どの映画も共通するのは2011年3月11日の東日本大震災後の映画であるということだと思います。少なくとも私は、近年の日本映画を見るときには必ず「震災後」という点を踏まえて観てしまっています。

7、日本人の観客と欧米人の観客の反応には違いがあると思われますか?

実際に見たことがないのでまだわかりかねますが、今回反応を知ることができることのは本当に楽しみであり、有り難いです。

8、一番好きな映画がありましたら教えてください。また、その理由は何ですか?

「真夜中のカーボーイ」です。希望も絶望も肯定してくれる、懐の大きな映画だから大好きです。

9、これまで一番影響を受けられた監督・映画人は誰ですか?

佐藤真監督とジャン=リュック・ゴダール監督です。

10、現在のプロジェクトは何ですか? 次の作品の構想はありますか?

映画の中にも出てきましたが、地方のおじいさんおばあさんたちが集う強いコミュニティに興味があります。SNSばかりで人と人とのつながりが希薄な私達の世代のコミュニティについての映画を作ってみたいです。

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