Guest in Focus: Yuriko MIYOSHI

[日本語版は下にあります]

Bei der traditionellen japanischen Drucktechnik Mokuhanga verschmelzen die Kunstformen Holzschnitzkunst und Farbdruck. In einem zweitägigen Workshop zeigte die renommierte Künstlerin Yuriko MIYOSHI Festivalbesucher*innen, wie sie eine eigene Druckplatte schnitzen und damit Bilder auf japanischem Washi-Papier drucken können. Beim Holzdruck-Workshop für Kids wurden klassische Motiven wie eine Kirschblüte, der Berg Fuji, ein Hase oder Yokai-Monster mit dem Stempel auf Postkarten aus japanischem Papier gedruckt.

Vielen Dank an Yuriko MIYOSHI für das Interview.


Wie sind Sie zum Kunstdruck gelangt?

Ich habe Mokuhanga – den Holzfarbdruck – im Kunstunterricht in der Schule kennengelernt, als ich etwa zehn Jahre alt war. An der Kunsthochschule konnte ich die Techniken des Kupferdruckes, der Lithographie und des Holzfarbdruckes vertiefen und im weiterführenden Studium habe ich im Bereich Kupferdruck geforscht und gearbeitet. Durch die Vielfalt der Drucktechniken ist auch der internationale Austausch sehr rege. Ich konnte bereits an vielen internationalen Druckausstellungen teilnehmen, bei denen Künstler*innen aus verschiedensten Ländern dabei waren. Das sind wertvolle Erfahrungen, an die ich mich gerne erinnere.

Wird die Technik des Mokuhanga-Holzfarbdrucks heutzutage in Japan noch oft verwendet?

Bei Ukiyoe-Holzschnitten waren die Aufgaben verteilt auf Zeichner, Schnitzer und Drucker. Mit der Einführung der Kupferdrucktechnik und der Metalllettern sowie der Verbreitung der Lithografie verlor der Holzdruck in der Geschichte des Drucks allmählich an Bedeutung. In Kunst entstand eine kreative Druckgrafik-Bewegung, bei der die drei Arbeitsschritte Zeichnen, Schnitzen und Drucken alle von den Künstler*innen selbst durchgeführt wurden. In dieser Form wurde der Holzfarbdruck populär und ist es bis heute. Man benutzt dabei ein Werkzeug namens “Baren” (馬連), das etwa handgroß ist. Das ist sehr handlich, darum kann man es auch auch Zuhause machen. Es gibt auch eine kleine Anzahl von Verlagen, die die Kunst der Ukiyoe-Druckgrafik weiterführen und Nachdrucke herstellen, sowie Organisationen, die in diesem Handwerk ausbilden.

Sie arbeiten auch mit Papier und Farben, die Sie selbst herstellen. Können Sie uns etwas über die Materialien für Ihre Arbeit erzählen?

Bei Ukiyoe benutzt man für schwarze Partien schwarze Tinte und ansonsten Farben, die aus Pflanzen oder Mineralien gewonnenen und mit Leim gemischt wurden. In meinen Workshops benutzen wir umweltfreundliche Wasserfarben, die mit Tapiokastärke-Leim gemischt wurden, und drucken auf Washi-Papier vom Papiermaulbeerbaum. Washi-Papier kann in Wasser eingeweicht und in seine Ausgangsstoffe zurückverwandelt werden, um erneut Papier herzustellen. Wenn mal ein Druck daneben geht, kann man das Papier erneut verwenden, da dieses handgeschöpfte Material viel zu wertvoll ist, um es wegzuwerfen. So schönes Washi-Papier wie ausgebildete Papierschöpfer*innen kann nicht produzieren, aber Washi-Papier selbst zu recyceln macht großen Spaß.

Mit welchen Motiven und Themen arbeiten Sie besonders gerne?

Ich verwende für meine Werke oft Fotos, die ich selbst aufgenommen habe, und alte Druckerzeugnissse mit Landkarten und Ukiyoe-Bildern. Darüber legen sich Bilder, die aus der Erinnerung an Reisen entstehen – wenn man Landschaften begeht und betrachtet und Gespräche mit Menschen wie Klänge wahrnimmt. werden übereinandergelegt. Ich freue mich, wenn in den Betrachter*innen durch meine Werke neue Geschichten, Farben und Klänge – und dadurch auch Emotionen entstehen.

Gibt es Künstler*innen, die Sie besonders inspiriert haben oder deren  Holzdrucke Sie bewundern?

Mein Lehrer an der Kunsthochschule, Professor Kashio Baba (1927-1994). Seine Kupferdrucke, Lithografien und Holzdrucke sind eine Welt für sich und bereiten beim Betrachten große Freude.

Workshop: Mokuhanga-Holzfarbdruck & Holzdruck-Workshop für Kids
mit Yuriko MIYOSHI
auf dem 23. Nippon Connection Film Festival


第23回ニッポン・コネクション映画祭では、版画家の三好百合子氏を招き木版画ワークショップが行われました。インタビューにご協力いただいた三好さんに感謝します。


版画を始めたきっかけについて教えていただけますか。

 初めて木版画を学んだのは10歳ぐらいの時で、小学校の図画工作の時間です。美術大学では銅版画、石版画、木版画もより専門的に学ぶことができ、大学院では銅版画の制作と研究を続けました。版画の複数性は国際交流をより容易なものにします。さまざまな国の作家と企画した国際版画交流展参加のために、あちこち訪問した旅は楽しく得難い時間でした。

木版画という技法は今でも日本で広く使われているのでしょうか?

浮世絵木版画は「絵師、彫師、摺師」の分業による出版物でした。印刷の歴史の中での木版技術は銅版画技術や金属活字の導入、リトグラフの普及により次第に衰退しました。アートの世界では「自画、自刻、自摺」による創作版画運動が生まれ木版画は普及していき、現在に至ります。バレンという手のひらに収まる大きさの道具でイメージを印刷ができるので、自宅でも制作できる便利な技法です。浮世絵版画の技術を継承し復刻制作する出版社、職人を育てるための組織なども、少ないけれどあるのです。

自分で作った紙とインクも使われているそうですが、その再生可能な材料について教えていただけませんか?

浮世絵の顔料(絵具)は、黒は墨、色は植物や鉱物由来の顔料に膠(膠)を混ぜて使用します。ワークショップでは環境に優しい水性絵の具にタピオカ澱粉糊を使い、楮から作られた和紙に摺ります。和紙は水に浸して原料に戻しまた紙を作り直することが可能で、印刷に失敗しても、貴重な手漉き和紙なのでもったいなくて捨てられません! 紙漉き職人のようには綺麗にはできないけれど、自分で和紙を再生させる作業は楽しいものです。

お気に入りのモチーフやテーマがありますか?

自分で撮った写真、地図や浮世絵なども含む昔の印刷文献も画像として作品の要素としてよく利用します。人との会話も音として感じながら景色を眺め歩いた「旅」の記憶から生まれるイメージは、版として重ねられます。見る人が、私の版画が生み出す新しい物語や色、そして音も想像しながら何か感じてもらえれば、私は嬉しいです。

特に好きな版画アーティストあるいは特にインスピレーションを受けているアーティストがいますか。

美術大学の恩師、馬場檮男先生 (1927-1994)。先生の銅版画もリトグラフも木版画も、他にはない世界があり、見る人を楽しませてくれる版画。

Leave a comment